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"There's a lot of Bastards out there!"

Nationalität und Internationalität in den Werken William Carlos Williams' und Allen Ginsbergs

Author:

Göttingen, 12. September 2005
pages: 362
edition: 1
language:
ISBN-10: 386537591X
ISBN-13: 9783865375919

allocated areas:

Literaturwissenschaften

category:

Dissertation

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Kurzbeschreibung

William Carlos Williams und Allen Ginsberg stellen gemeinsam eine Achse klassischer alternativer Versdichtung in den Vereinigten Staaten dar. Die beiden Autoren bilden auch einen Schnittpunkt, an dem sich Moderne und Postmoderne der Lyrik der USA begegnen. Dabei reicht die Bandbreite von Imagismus, Objektivismus und der Lokalität von Williams’ Paterson über die Beat-Hymne von Ginsbergs Howl bis zu seinen fortgesetzten gegenkulturellen Dichtungen der sechziger bis neunziger Jahre. Die Oeuvres umfassen und beschäftigen sich dabei mit neun Jahrzehnten amerikanischer und internationaler Zeitgeschichte.
Beide Autoren sind von der amerikanischen Forschung längst als nationale Größen etabliert und spezifische Formen von Nationalität ziehen sich konstant durch ihre Werke. Die Beziehung zu und das Bild von der eigenen Nation mit ihren vielfältigen Bezügen zu persönlicher und kollektiver Identität lassen sich bei beiden als idiosynkratische Bilder von Amerika erschließen.
In Williams’ Fall steht die Suche nach einer persönlichen amerikanischen Identität im Vordergrund, die von den Themenkomplexen der rezenten europäischen Immigranten und der amerikanischen Ureinwohner geprägt ist. In diesem Spannungsfeld versucht Williams’ in Konkurrenz zur etablierten und als „puritanisch“ empfundenen Kultur seiner Zeit zu dezidiert eigenen Positionen zu gelangen und als Erschaffer alternativer amerikanischer Mythen zu wirken.
Ginsberg hadert ebenfalls mit der amerikanischen Hegemonialkultur und ihren Vertretern und wird zum dichterischen Anwalt und Sprachrohr verschiedener subkultureller Strömungen, von den Beatniks über die Hippies der Fünfziger und Sechziger bis zur Umweltbewegung der achtziger Jahre – stets eigenwillig und sowohl künstlerisch und gesellschaftlich stets auf Konfrontationskurs.
Doch auch die internationalen Aspekte, die in ihren jeweiligen Werken zutage treten, ergeben kohärente Bilder vieler – vor allem lateinamerikanischer und europäischer – Nationen. Vor allem dieser Bereich fand in der Forschung bisher wenig Beachtung und die Internationalitätsforschung kann hier – abseits von Einfluss- und Bedeutungsstudien – wichtige Beiträge zu den Gedankenwelten zweier wichtiger amerikanischer Dichter beitragen, die viele neue Perspektiven auf die Gesamtwerke und einzelne Gedichte und Romane eröffnen.
Unter anderem lassen sich zu beiden Autoren Deutschlandbilder erarbeiten, die interessanten Außenansichten unseres Landes in unterschiedlichen Perioden seiner Vergangenheit liefern, während im Gegenzug viele der erarbeiteten internationalen Aspekte ebenso Rückschlüsse auf spezifische amerikanische Charakteristika bieten.
Der Vergleich beider Autoren zeigt schließlich die literarischen und literaturgeschichtlichen Konstanten der von beiden mit etablierten Dichtungstradition in Bezug auf ihre nationalen und internationalen Aspekte. Hier können zukünftig weitere Autoren gemessen und samt ihren Idiosynkrasien und Gemeinplätzen verortet werden, um die Bilder und Perspektiven zu ergänzen und abzurunden.

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